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Wohlfühlrituale für Männer – die etwas andere Wellness

Es mag durchaus auch für Gentlemen ziemlich angenehm sein, sich mit Schlammpackung, Augenkühlmaske und ähnlichen Annehmlichkeiten einer ziemlich klassischen Form von Wellness hinzugeben. Allerdings bevorzugen es viele, wenn derartiges eher die Ausnahme darstellt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man(n) auf regelmäßigere, aber deutlich männlichere Wohlfühlrituale verzichten müsste. Eine feine Auswahl solcher Möglichkeiten hat das Scarabaeus Escort Magazin zusammengestellt. Wellness mit etwas mehr Testosteron, ohne jedoch weniger Entspannung und Feelgood hervorzurufen – beides lässt sich schließlich auf verschiedenste Weisen erzielen.

1. Der Gang zu einem Barbier

Es wäre müßig, an dieser Stelle auf die neuere Geschichte der Haarschneidekunst einzugehen, die ursächlich dafür ist, warum fast sämtliche normalen Friseurgeschäfte heutzutage reine Dienstleister sind, die obendrein beiden Geschlechtern offenstehen.

Dem gegenüber steht jedoch die glückliche Tatsache, dass es zumindest seit ein paar wenigen Jahren wieder deutlich leichter geworden ist, einen Salon zu finden, der sich ausschließlich auf den Umgang mit Gentlemen versteht und fokussiert. Doch warum ein Barbier, wenn es viele Männer so handhaben, dass man ihnen den Gang zu einem Haarprofi hinterher möglichst nicht ansehen sollte? Es ist eine Reihe von Gründen:

  1. Ein Barbier wird typischerweise ausschließlich von Männern für Männer betrieben. Soll heißen, dieser Fokus sorgt für einen deutlich höheren Professionalisierungsgrad im Bezug auf männliche Bedürfnisse.
  2. Ein Barbier schneidet nicht nur das Kopfhaar, sondern versteht sich auch sehr gut darin, Bartwuchs auf jede denkbare Art im Zaum zu halten – neben weiteren Haaren oberhalb der Schultern, die dort überhaupt nicht hingehören.
  3. Viele Barbiere pflegen mit voller Absicht die Anmutung eines Gentlemen-Clubs – inklusive guter Musik und oft ausgesuchten Alkoholika.

Ein Ort also, an dem sich ein Mann von Welt frei von Weiblichkeit in jedweder Form pflegen lassen und entspannen kann.

Jedoch Vorsicht: Die Schwemme an Barbieren verpflichtet einen, zuvor gut zu recherchieren, in welches Haus man sich begibt. Die Qualitätsunterschiede können groß sein.

2. Eine etwas kräftigere Dusche

Die heimische Dusche ist für viele Männer ein Ort, den sie nur für eine höchst pragmatische, typischerweise schnelle Körperreinigung aufsuchen: Körper nassmachen, Shampoo applizieren, Body mit Duschgel einreiben, abspülen, fertig.

Für den Alltag mag dies praktikabel sein. Doch selbst wer keine Badewanne besitzt (mehr dazu weiter unten), der kann seine „Nasszelle“ für Wellness aufsuchen. Dazu kaufe Mann sich zwei Dinge:

  • Eine ordentliche große Naturbürste mit ansteckbarem Handgriff.
  • Ein Stück naturbelassene Seife ohne komplizierte Aromen – auch Kernseife ist wegen ihrer Einfachheit äußerst gut geeignet.

Dann wird sich Zeit genommen für die Dusche. Vorher darf das Bad gerne richtig aufgeheizt werden. Auch das Wasser darf wärmer sein als üblich. Dann gilt es, unter der Brause nicht dem Pragmatismus zu verfallen:

Ist der Körper anständig nass, wird die Brause weg- oder das Wasser abgedreht. Dann wir erst der Körper mit dem Seifenstück behandelt. Anschließend wird es so lange über die Bürste gerieben, bis der Schaum quillt. Damit wird nun der Körper von Kopf bis Fuß(!) nicht nur massiert, sondern regelrecht geschrubbt.

Die Bürste sorgt dafür, dass tote Hautschuppen und andere Unreinheiten sich lösen. Wenn der ganze Body mit Schaum bedeckt ist, ist das richtige Level erreicht. Dann darf die Dusche wieder angedreht und die Seife abgewaschen werden. Nicht wundern, ohne die unnötig öligen Zusätze vieler Duschgels wird sich die Haut nun weniger schmierig anfühlen.

Übrigens: Wer wirklich etwas für straffe Haut tun will, braust sich zum Ende dieses Prozederes eiskalt und mit kräftigem Strahl ab.

Wer mag, kann sich nach dem Abtrocknen gern von Kopf bis Fuß einölen (mit Öl, nicht Bodylotion). Dann braucht es aber ein wenig Zeit, bis das Pflegeprodukt eingezogen ist – vielleicht wartet dafür ja im nicht minder gut geheizten Wohnzimmer ein Badetuch auf der Couch und ein Glas voll Scotch?

3. Eine Massage für Männer

Sehr viele Massageangebote sind heute im negativen Sinn „Wellness“ und auf Frauen ausgerichtet. Nein, nichts dagegen, von einer gutaussehenden Masseurin auf diese Tour massiert zu werden. Nur fühlt sich das meistens eher nach einem Streicheln an. Sicher gut für die Haut und das seelische Wohlbefinden, aber weit weniger für die vom hektischen Alltag geplagte Muskulatur.

Um derartiges zu bekommen, ist zunächst etwas Recherche nötig. Gesucht wird „Schwedische Massage“ – also der Klassiker mit gezielten Griffen durch einen ausgebildeten Profi; mehr Medizin als Wohlfühlen. Hierbei geht es dementsprechend deutlich kräftiger zu als bei herkömmlichen Wellness-Streichelmassagen. Vielleicht entweicht manchem Gentleman sogar ein kleiner Schmerzlaut.

Dafür aber wissen schwedische Masseure, was zu tun ist, um Muskeln und Sehnen buchstäblich und sprichwörtlich „weichzuklopfen“. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Hinterher fühlt Mann sich wie neugeboren, deutlich beweglicher und leistungsfähiger.

4. Das etwas andere Vollbad

Kerzenschein? Aromatherapie-Badezusätze? Womöglich sogar Blüten auf der Wasseroberfläche? Wer das mag, soll es gern tun. Allerdings geht es in diesem Kapitel um eine etwas andere Variante des Vollbads für Männer.

Wichtigste Zutat ist natürlich eine Badewanne – leider heute kein Standard mehr in vielen Wohnungen und sogar Eigenheimen. Als nächstes besorgt ein Gentleman sich Leuchtelemente, deren Farbe und Helligkeit sich per Fernbedienung justieren lässt. Dank LED-Technik ein ausnehmend günstiges Vergnügen. Zudem:

  • Ein Badesalz für Männer. Es darf auch solches ohne Aromazusätze sein.
  • Ein bis zwei gute Biere. Besser nicht mehr und auch keine härteren Drinks – das warme Badewasser verstärkt die Wirkung des Alkohols immens.
  • Eine dem persönlichen Geschmack entsprechende Playlist. Kenner schwören auf den YouTuber „Pax41“, dessen „Music Time Machine“ zahllose zusammengestellte Longplayer bis zirka zu den frühen 1960ern beinhaltet.
  • Etwas, um dort zumindest die Biere in komfortabler Griffreichweite abzustellen.

Das Handy sollte bei einer derartigen Wellness ausgeschaltet sein. Ist es draußen taghell, sollte das Fenster lichtdicht gemacht werden. Am angenehmsten für die Augen ist es, die Beleuchtung auf ein tiefes Rot zu schalten und zu dimmen.

Dann gilt es: „Heißes“ Wasser nehmen, Badesalz applizieren und sich wirklich auf das Gefühl einlassen. Es geht hier weder um Körperreinigung noch Zeitvergeudung, sondern darum, die Schwerelosigkeit zu genießen, die Augen zu schließen, das Gedankenkarussell anzuhalten und sich nur auf die innere Ruhe zu fokussieren.

Wenn es kalt wird, lässt man heißes Wasser nachfließen. Und es spricht auch nichts dagegen, so tief in die Wanne zu rutschen, dass nur noch Mund und Nase über der Wasseroberfläche liegen. So schwebt Mann buchstäblich einer Entspannung entgegen, die problemlos eine Stunde und länger dauern kann.

Übrigens: Das heiße Wasser ist deshalb so wichtig, weil es den Stoffwechsel aktiviert. Das wiederum hilft beim Ausschwemmen von Giften und der Zellregeneration. Auf diese Weise lässt sich zuhause der Effekt einer Sauna kopieren.

5. Ein ganz bewusstes Mittagsnickerchen

Dieses finale Wellness-Ritual aus unserer Liste kann sowohl für sich alleinstehen wie es sich auch an die anderen Punkte anschließen kann. Im Kern geht es darum, dem eigenen ich etwas Gutes zu tun, indem man es ihm gestattet, wirklich gar nichts zu tun.

Auf manche mag der Gedanke eines Mittagsschlafs vielleicht abwegig wirken – ist das nicht nur etwas für Jungs im Kindergarten? Keineswegs. Denn Schlaf hat auch zu dieser Tageszeit und für erwachsene Gentlemen nur Vorteile, wenn er richtig angegangen wird.

  • Wir sprechen hier vom Bett, nicht von der Couch. Zudem sollte im Schlafzimmer sichergestellt sein, dass die Luft kühl und sauerstoffreich ist.
  • Licht aus, Rollladen herabgelassen – aber nicht so sehr, dass es dunkel wie um Mitternacht ist.
  • Kein Handy, kein TV, keine Bücher.
  • Keine einengenden Schlafkleider. Am besten gar nichts – das empfehlen Schlafwissenschaftler übrigens generell.
  • So zugedeckt, dass es nicht zu warm, vor allem aber nicht zu kalt ist.

Dann gilt es, die Augen zu schließen, und ganz bewusst zuzulassen, vom Schlaf übermannt zu werden. Besonders gut hierfür geeignet sind die früheren Nachmittagsstunden an einem Tag, an dem möglichst nichts anderweitiges mehr auf dem Terminkalender steht.

Keine Sorge, meist wird das Gehirn einen nach einer bis anderthalb Stunden von selbst wecken. Das Gefühl sollte genossen werden – wann kann Mann sonst noch besten Gewissens noch einige Zeit entspannt im Bett verbringen und einfach gar nichts tun?