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Self-Care auf Geschäftsreise: Gut aussehen trotz Business-Stress

Geschäftsreisen, Messen und dergleichen sind von langen Tagen, harter Arbeit und einem oft notwendigerweise sehr minimalistischen Gepäck geprägt. Gar nicht einfach, unter diesen Voraussetzungen dennoch ständig Gentleman-like auszusehen. Es ist jedoch möglich – und das sogar sehr nonchalant.

Denn, und das ist das Entscheidende, ein gepflegtes Äußeres hängt bei Männern nicht so sehr von stundenlangen Aufenthalten im Bad ab wie vom Anwenden der richtigen Tricks. Sie funktionieren auch dann, wenn das Gepäck aus nicht mehr besteht als einem kleinen Weekender.

1. Cleveres Laissez-faire beim Bart

Selbst Routiniers benötigen morgens einige Minuten, um ihre Gesichtshaut von Bartstoppeln zu befreien – ganz gleich, ob sie nass oder elektrisch rasieren. Doch je mehr die Zeit drängt, desto größer wird das Risiko für Schnitte und Hautirritationen. Zumindest auf Geschäftsreise kann man sich das getrost sparen.

Da viele dieser Trips nur wenige Tage andauern, lässt man einfach vor Beginn einen Dreitagebart stehen – der ist längst in sämtlichen Kreisen absolut akzeptiert. Wird er während der Reise etwas dichter, fällt dies kaum auf, spart aber immens Zeit vor dem Spiegel. Einfach nach dem Waschen etwas Gesichtscreme applizieren und der Tag kann beginnen – und die Barthaare werden angenehm weich.

2. Helles aus dem Koffer verbannen

Dunkler Dress, weißes oder hellblaues Hemd. Der klassische Look für alle geschäftlichen Lebenslagen. Wenn allerdings die einzige Waschmaschine in Reichweite die einer Reinigung in Hotelnähe ist, dann sind solche hellen Töne deutlich zu problematisch:

  • Schweißflecken am Kragen
  • Lippenstift und Make-Up von amourösen Abenteuern
  • Spuren von Kaffee und Mahlzeiten

Auf Weiß, Hellblau und Co. sieht man schlicht alles überdeutlich. Das Gegenteil ist bei Dunkelblau, Anthrazit und Schwarz der Fall. Derartige Hemden sind per se deutlich unempfindlicher und wirken selbst dann noch vorzeigbar, wenn ein Fleck notgedrungen nicht porentief entfernt werden kann. Selbst Knitterfalten fallen hier nicht so auf. Nebenbei wirkt ein derart dunkles Outfit extrem elegant – einzig die Kombination Schwarz-Schwarz sollte vermieden werden.

3. Nur Atmungsaktives mitnehmen

In heimischer Umgebung ist es kein Problem, wenn das Outfit besser aussieht, als es sich anfühlt. Auf Geschäftsreisen jedoch, und ganz speziell in notorisch immer etwas zu warmen Messehallen, sorgt eine solche Wahl selbst mit sehr gutem Deodorant rasend schnell dafür, dass Schweiß fließt. Die Konsequenzen:

  • Selbst auf morgendlich geduschter Haut vermehren sich Bakterien, die den Schweiß zersetzen. Sie sorgen für den bekannten Geruch.
  • Speziell unter dem Sakko wird das Klima feuchtwarm, das verstärkt die Schweißproduktion noch.
  • Mindestens das Hemd fühlt sich unangenehm an, sieht je nach Schweißmenge auch entsprechend aus.
  • Es bilden sich sichtbare Flecken und trocknet der Schweiß, besteht speziell bei dunklen Stücken die Gefahr weißer Schweißkränze.

Die Losung lautet deshalb, dass das Business-Outfit auf Reisen aus maximal atmungsaktiven Stoffen bestehen sollte: Baumwolle, Naturwolle sind die Materialien der Wahl. Auch Leinen darf es sein, sein Edelknitter ist schon seit einigen Jahren wieder absolut salonfähig. Polyester hingegen hat im Weekender nichts verloren – egal in welchem Kleidungsstück.

Übrigens: Leinen-Anzüge sind auch perfekt für Geschäftsreisen, bei denen es vom Flugzeug direkt ins Meeting geht.

4. Die zwei Helfer gegen Schweißgeruch immer griffbereit

Viele Geschäftsreisen sind davon geprägt, dass es abends etwas länger wird – sei es aufgrund eines längeren Arbeitstages, semi-geschäftlicher Termine oder auch einfach nur der Entspannung halber.

Das Problem jedoch ist: Deodorants, die mit 24- oder gar 48-stündiger Wirkung locken, machen oft nur Werbeversprechen. Und Aluminium, welches in vielen Antitranspirant-Deos steckt, möchte man(n) aus Gesundheitsgründen sicher nicht so dicht bei seinen Lymphknoten applizieren: Unter anderem werden dadurch die Schweißporen verstopft, was Juckreiz hervorrufen kann, auch wird das Metall in Verbindung mit diversen Krankheiten gebracht.

Es geht jedoch auch ohne die Option, zwischen zwei Terminen unter die Dusche zu springen. Die Helfer: Watte-Abschminkpads und eine kleine Flasche mit medizinischem Alkohol – hervorragend dafür geeignet sind Taschen-Flaschen für Handdesinfektionsmittel. Beides passt in jede Sakko-Innentasche.

Einfach eine Toilette aufsuchen, ein Pad gründlich tränken, damit die Achseln und den Hals abwischen. Der medizinische Alkohol tötet die geruchserzeugenden Bakterien, hat keinen Eigengeruch und verfliegt binnen Sekunden.

5. Die etwas andere Kraft der Dusche

Früher konnten reisende Gentlemen ihren Anzug abends einem Hotelbediensteten übergeben und morgens hing er frisch gereinigt und perfekt gebügelt an der Zimmertür. Bis auf Hotels der Spitzenklasse sind diese Zeiten jedoch leider vielerorts passé. Dennoch gibt es keine Notwendigkeit, ein Reisebügeleisen einzupacken.

Sowieso ist der wichtigste Schritt gegen Knitterprobleme, dass alle Kleidungsstücke sofort nach der Ankunft ordentlich aufgehängt werden. Jenseits davon ist das oft sehr kleine Bad in Hotelzimmern ein überraschend guter Helfer:

  • Fenster im Bad schließen, Lüftung ausschalten.
  • Anzug auf Bügel hängen (nicht gefaltet) und diese möglichst dicht unter der Decke aufhängen.
  • Dusche auf maximaler Hitze aufdrehen, Kabinentür öffnen, Badezimmertür schließen.

Derart werden die Stücke nun fünf bis zehn Minuten gedämpft. Erstens glättet dies Falten aller Art, zweitens frischt es den Stoff in Sachen Gerüche wieder auf. Am besten abends durchführen, damit die Stücke ausreichend lange abtrocknen können.

6. Trinken, trinken, trinken – Wasser

Stress, insbesondere in Verbindung mit Wärme und Bewegung, fordert dem Körper Höchstleistungen ab. Aufgrund dessen verbraucht er deutlich mehr Flüssigkeit als gewöhnlich – auch wenn er nicht übermäßig schwitzt. Dieser Flüssigkeitsverlust macht sich bemerkbar:

  • Das Gehirn arbeitet langsamer. Man wird unkonzentrierter. Ganz schlecht auf Geschäftsreisen.
  • Das allgemeine Wohlbefinden wird reduziert. Ebenfalls höchst nachteilig, wenn die Situation sowieso schon anstrengend ist.
  • Der Teint leidet. Die Haut strahlt weniger, Fältchen treten deutlicher hervor. Der Stress steht buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Die wichtigste Regel dagegen lautet, auf Geschäftsreisen deutlich mehr zu trinken, als man es gewohnt ist. Und zwar Wasser, nichts anderes. Ganz besonders von Kaffee sollte man die Finger lassen, er sorgt durch seine Inhaltsstoffe dafür, dass der Körper noch weiter entwässert wird.

Auch sollte das Thema Alkohol mit sehr viel Bedacht angesprochen werden. Natürlich ist es beim geschäftlichen Abendessen meist nicht möglich, Nein zu sagen. Und fraglos kann ein Schluck Whisky aus der Mini-Bar viel dazu beitragen, den Stress des Tages verschwinden zu lassen.

Die Zauberregel lautet jedoch unbedingt in Maßen, nicht in Massen. Alkohol jeder Art dehydriert. Entsprechend sollte er genossen werden. Harte Drinks sollten nach Möglichkeit mit Eis oder Sodawasser gestreckt werden. Für wen das eine Freveltat am Getränk darstellt, der sollte alternativ nach jedem Drink ein Glas Wasser zu sich nehmen.

Optimal wird es, wenn kurz vor dem Schlafen eine Flasche Mineralwasser ausgetrunken wird. Wird sie zudem mit etwas Salz versetzt, bändigt sie obendrein einen Kater schon im Ansatz.

7. Ausschlafen

Dass auf vielen Geschäftsreisen nicht viel Zeit für Müßiggang bleibt, ist eine unbestrittene Tatsache. Allerdings liegt es an jedem selbst, wie weit er dies treibt. Zumindest für maximale Frische (auch in geistiger Hinsicht) ist es besser, es nach den offiziellen Terminen des Tages dabei bewenden zu lassen und sich aufs Zimmer zurückzuziehen, statt womöglich die Clubs und Bars unsicher zu machen.

Soll heißen, auch unterwegs sollte versucht werden, mindestens das übliche Schlafpensum zu bekommen – es sagt ja niemand, dass man dabei allein in den Laken liegen muss.